Workwear ist ein Modetrend

Früher wurde Arbeitskleidung in kleinen Geschäften der Stadt verkauft: Die Familienunternehmen hatten für die Handwerker vor Ort, aber auch für Kellner, Köche und Ärzte alles auf Lager, was diese für ihren Beruf an Arbeitskleidung brauchten. Die Kleidung war nicht modisch, sondern zweckmäßig und funktional. Wer mit seiner Arbeit fertig war, zog die Berufsbekleidung aus und hatte frei. Heute heißt Berufsbekleidung „Workwear“ und ist – dank ihrer modischen Details – ein richtiger Trend. Selbst Menschen, die in den sogenannten „White-Collar-Jobs“ ihre Hände bei der Arbeit gar nicht schmutzig machen, kaufen Workwear ein, um mit dieser in ihrer Freizeit im funktionalen Look aufzutreten. Auch die von Levi Strauss erfundene Jeans war einst eine Arbeitshose, erfunden für Goldgräber, die in Dreck und Schlamm ihr Glück einst suchten. Heute ist die Jeans selbst im Büro erlaubt. In den siebziger Jahren trugen Ökos und Frauenrechtlerinnen die Latzhosen als Standardkluft, in den Achtzigern und Neunzigern wurde die verstärkte Kniepartie und Zollstocktasche in den Handwerkerhosen populär.

Workwear sogar als High-Fashion Thema

Selbst Karl Lagerfeld entwickelte für Chanel einen Overall aus dickem Tweed, so dick und robust, dass sich dieser auch an der Werkbank tragen ließe. Gefütterte Nylonwesten von Dior werden über schmalen Anzügen getragen. Lumberjack-Jacken aus dickem Vlies gibt es von Saint Laurent und in New York werden Blaumänner von Stylisten und Redakteuren der Modezeitschriften getragen. Doch auch ganz normale Berufsbekleidung ist so stylisch, dass sie längst von Menschen gekauft wird, die sie an der Arbeit gar nicht tragen. Wer etwas robustes für die Freizeit und den Garten sucht, wird gerne bei Arbeitskleidung fündig, weil diese besser halten, als einfache Outdoor-Kleidung. Dazu kommt: moderne Berufsbekleidung ist schick. Wer je auf Fotos die kernigen Männern und Frauen gesehen hat, wie diese lässig Bäume fällen, Metall schweißen und Häuser bauen, der zweifelt nicht, dass sich hier der wahre Zeitgeist befindet, in dem der Mensch mit eigener Hände Arbeit bleibende Werte schafft.

Arbeitskleidung ist Lifestyle und Statement zugleich

Im Fernsehen zeigen Köche, dass sie in eine schwarze Kochjacke gekleidet eine gute Figur abgeben, sie tragen eine Bandana, statt einer hohen Kochmütze. Auch die Kellner sind längst in langen Schürzen unterwegs – statt klassisch in Schwarz-Weiß mit den kleinen, rüschengeschmückten Schürzchen. Auch Handwerker und Arbeiter fühlen sich modisch am Arbeitsplatz wohler. Ob in der Kleidung integrierte Reflexstreifen, auffälligen Schmucknähten oder Cargotaschen, in denen sich einiges verstauen lässt, modische Workwear punktet mit ihrer Funktionalität und ihrem praktischen Outfit. Besonders beliebt sind diejenigen Bekleidungsteile, die technisch auf dem neuesten Stand sind. Dazu zählen nicht nur die Klettverschlüsse und Schnallen, sondern auch die atmungsaktiven Stofflagen. Wie bei Outdoor-Kleidung sind die Trageeigenschaften der modernen Workwear durchaus Gesprächsthema, über das es sich trefflich fachsimpeln lässt. Echte Workwear transportiert über ihre markige Robustheit, dass in ihr ein echter Kerl (oder eine echte Frau) steckt, der noch weiß, wo der Hammer hängt.

Moderne Workwear für Unternehmen

Ob Handwerksunternehmen oder Handwerker, die in ihrem Zuhause mit der Kraft ihrer Hände etwas schaffen wollen: Gute Berufsbekleidung ist längst mehr, als nur funktional. Sie wirkt wie eine Visitenkarte, mit der die Mitarbeiter Ihr Unternehmen präsentieren. In dieser treten sie weder altbacken auf, sondern strahlen mit dieser Mode gleichermaßen Kompetenz und Zuverlässigkeit aus. Moderne Workwear strahlt einen einzigartigen Charakter aus und fasziniert durch ihr sportliches und dynamisches Design: Das ist der Grund, warum diese Kleidung auch außerhalb der Arbeit gerne getragen wird.

Bildquelle: © depositphotos.com/ysbrand

Comments are closed.