Arbeitsschuhe – hohe Anforderung an die Sicherheit

Das Tragen von Arbeitsschuhen ist in vielen Unternehmen verpflichtend. Der Boden bietet zahlreiche Gefahrenquellen. Herumliegende Gegenstände können für die Füße ebenso zu einer Gefahr werden wie Flüssigkeiten oder Teile, die plötzlich herunterfallen. Arbeitsschuhe bieten den Füßen ein hohes Maß an Sicherheit. Die Auswirkungen eines Unfalls können durch das Tragen von Arbeitsschuhen stark vermindert oder sogar vollständig verhindert werden. Dies ist einer der Gründe dafür, dass Arbeitsschuhe nicht nur in Industrie und Handwerk, sondern auch in Küchen, in Restaurants und im Gartenbau vorgeschrieben sind.

Einteilung der Arbeitsschuhe in Sicherheitsklassen

Arbeitsschuhe sind in verschiedene Sicherheitsklassen eingeteilt. Die einzelnen Klassen werden mit einem S gekennzeichnet. Insgesamt gibt es fünf Sicherheitsklassen mit dem Kürzel S1 bis S5. Die Zertifizierung der Arbeitsschuhe erfolgt nach den Regeln der Berufsgenossenschaften und ist einheitlich. Unabhängig von Hersteller müssen diese Standards gewahrt werden.
In der Sicherheitsklasse 1 sind die Grundanforderungen Arbeitsschuhe definiert. Alle höheren Sicherheitsklassen erfüllen diese Anforderungen und haben darüber hinaus Zusatzeigenschaften, die für die jeweilige Sicherheitsklasse verpflichtend gelten.
Zu den Grundanforderungen gehören ein geschlossener Fersenbereich, eine Zehenschutzkappe und antistatisches Material. Weiterhin sind die Durchtrittsicherheit der Sohle und die Rutschfestigkeit wichtige Eigenschaften. Außerdem darf der Schuh innerhalb von 30 Minuten nicht mehr als 2 Gramm Wasser aufnehmen und muss in einem Zeitraum von 60 Minuten zu 70 Prozent wasserdicht bleiben.

Zusatzeigenschaften für besondere Einsatzgebiete

Über die Sicherheitskategorien hinaus können die Arbeitsschuhe zusätzliche Eigenschaften besitzen. Einige dieser Eigenschaften sind in den höheren Sicherheitsklassen vorgeschrieben, andere können mit einer beliebigen Sicherheitsklasse kombiniert werden. Auf diese Weise ist es möglich, das Schuhwerk auf ein spezielles Arbeitsgebiet abzustimmen.
Die Liste der Zusatzeigenschaften ist recht umfangreich, denn nur so kann den verschiedenen Arbeitsgebieten Rechnung getragen werden. Arbeitsschuhe können unter anderem eine Kälteisolierung und eine Wärmeisolierung haben. Die Sohle kann gegen Öl, Benzin oder Säuren resistent sein. Darüber hinaus gibt es für die Rutschhemmung und die Wasseraufnahme der Arbeitsschuhe verschiedene Sicherheitskriterien

Verschiedene Schuhmodelle für jeden Einsatzzweck

Arbeitsschuhe sind als offene Modelle, als Halbschuh und als Stiefel erhältlich. Welches Schuhmodell zum Einsatz kommt, ist von der Art der beruflichen Tätigkeit und von den Vorschriften abhängig, die der Arbeitgeber herausgegeben hat. Auch offene Arbeitsschuhe sind mit einer durchtrittsicheren Sohle und einem Zehenschutz ausgestattet. Dieser besteht aus einer Kappe aus Stahl oder aus robustem Kunststoff. Halbschuhe kommen am häufigsten zum Einsatz. Stiefel werden vorgeschrieben, wenn die Arbeitsumgebung sehr feucht ist oder wenn die Tätigkeit bei kaltem und nassen Wetter im Außenbereich durchgeführt wird. Stiefel und Halbschuhe sind als Arbeitsschuhe der verschiedenen Sicherheitsklassen auch mit einer warmen Fütterung für die Arbeit im Winter erhältlich.

So vielseitig wie der Beruf

Beschäftigte bei der Feuerwehr brauchen ebenso spezielles Schuhwerk wie der Arbeiter in einer Chemiefabrik oder der Forstarbeiter, der mit einer Kettensäge arbeitet. Dank der vielseitigen Kombination von Sicherheitskriterien und Zusatzeigenschaften ist es möglich, für jeden Beruf das passende Schuhwerk anzubieten. Darüber hinaus erfüllen Arbeitsschuhe hohe Anforderungen an die Bequemlichkeit. Da sie oftmals über viele Stunden getragen werden, sind ein komfortables Fußbett und ein gutes Klima für den Fuß sehr wichtig.

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